Seit 1. Jänner 2025 sind Füllungen aus Amalgam
in der EU und damit auch in Österreich verboten, das Verbot gilt nur für neue Amalgamfüllungen und betrifft bestehende Füllungen nicht. Dennoch ist es sinnvoll, über den Austausch alter Amalgamfüllungen
nachzudenken. Amalgamfüllungen stehen vor allem wegen des Quecksilbergehalts in der Kritik, aber auch die Ästhetik leidet unter der dunklen Färbung des Materials.
In diesem Beitrag erklären wir, was Amalgam ist, welche Risiken bestehen und warum eine Amalgamsanierung – also der Austausch alter Amalgamfüllungen gegen hochwertige, zahnfarbene Füllungen – für Sie sinnvoll sein kann.
Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber und verschiedenen Metallen (Silber, Zinn, Kupfer). Diese Mischung wurde über viele Jahrzehnte für Amalgamplomben eingesetzt, weil sie robust, langlebig und vergleichsweise kostengünstig ist. Doch das enthaltene Quecksilber sorgt seit langem für Diskussionen, da es unter bestimmten Bedingungen geringe Mengen an Quecksilberdämpfen freisetzen kann. Das seit Anfang des Jahres 2025 geltende Amalgamverbot regelt die Verwendung des bedenklichen Materials in der Zahnmedizin nun endgültig.
Amalgam hat einige spezifische Nachteile im Vergleich zu anderen Füllungen, dazu gehören:
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Amalgam enthält Quecksilber, ein giftiges Schwermetall. In der festen Legierung mit Silber, Zinn und Kupfer ist es jedoch chemisch gebunden und somit nach wissenschaftlichen Kriterien unbedenklich. Bei intakten Amalgamfüllungen ist die Quecksilberfreisetzung so gering, dass für gesunde Erwachsene kein erhöhtes Risiko einer Vergiftung besteht. Dennoch wird Amalgam aufgrund möglicher Risiken beispielsweise durch beschädigte Füllungen, bei Risikogruppen wie Patient:innen mit Allergien oder Nierenerkrankungen oder auch in der Schwangerschaft zunehmend kritisch gesehen. Das neue Amalgamverbot spiegelt diese Vorsicht wider.
Seitdem das Amalgamverbot im Jänner 2025 in Kraft getreten ist, steht die Frage nach Alternativen zu Amalgam noch mehr im Fokus vieler Patient:innen. Die am häufigsten verwendete Alternative zu Amalgamfüllungen sind Füllungen aus Komposit, einem speziellen, zahnfarbenen Kunststoff-Keramik-Gemisch. Für größere Defekte oder wenn eine besonders langlebige Versorgung gewünscht ist, kommen individuell angefertigte Keramikinlays oder Teilkronen infrage.
In der Regel können alte Amalgamfüllungen jedoch durch hochwertige Kompositfüllungen ersetzt werden. Gerne beraten wir Sie persönlich und unverbindlich. Jetzt Termin vereinbaren.
Die Österreichische Gesundheitskasse bezahlt seit Inkrafttreten des Amalgamverbots Füllungen aus Glasionomerzement oder Alkasit. Im Front- und Eckzahnbereich werden auch Füllungen aus Komposit von der Krankenkasse zurückerstattet. Im Backenzahnbereich kann man bei Kompositfüllungen mit einer Rückvergütung von maximal 80% des Amalgamtarifs rechnen. Wir setzen in unserer Praxis in Hall in Tirol aus Qualitätsgründen ausschließlich auf die Versorgung mit Kompositfüllungen. Weitere Informationen zur Erstattung durch die Krankenkasse und zum Thema Wahlarzt finden Sie hier.
Bei einer Amalgamsanierung entfernen wir alte Amalgamfüllungen und ersetzen sie durch moderne, hochwertige Füllungen aus Komposit oder Inlays.
In unserer Praxis in Hall in Tirol setzen wir auf eine zahnmedizinische Versorgung auf höchstem Niveau, für uns steht die Zahngesundheit und die Zufriedenheit unserer Patient:innen an erster Stelle. Deshalb achten wir bei einer Amalgamsanierung auf Ihre individuelle Situation und suchen nach der idealen Behandlungsmethode.
Besonders empfehlenswert ist der Austausch von Amalgam für folgende Personen:
Die Kosten für eine Amalgamsanierung richten sich nach der Anzahl der Füllungen, der individuellen Zahngesundheit sowie der gewünschten Ersatzfüllung. Wenn nur wenige Füllungen ersetzt werden müssen, ist die Behandlung relativ günstig, wenn als Ersatz Kompositfüllungen gewünscht werden. Der Austausch von Amalgamfüllungen wird dann kostenintensiver, wenn die Zähne zu stark geschädigt sind, um sie mit einer Kompositfüllung versorgen zu können oder Inlays als Alternative gewünscht werden.
Gerne laden wir Sie zu einem unverbindlichen Beratungstermin bei uns in der Praxis in Hall in Tirol ein. Jetzt Termin vereinbaren.
Häufig fällt im Zusammenhang mit Amalgam der Begriff „Amalgamausleitung“. Dabei geht es um Methoden, mit denen angeblich Quecksilber aus dem Körper ausgeleitet werden kann. Aus medizinischer Sicht ist die Wirksamkeit solcher Ausleitungen jedoch nicht belegt. Bei der Amalgamentfernung achten wir in unserer Praxis in Hall in Tirol penibel darauf, dass kein Quecksilber aus den Füllungen austritt.
Amalgam wurde viele Jahrzehnte lang für Füllungen verwendet, seit 1. Jänner 2025 ist es jedoch in der Zahnmedizin verboten. Die Anforderungen an Sicherheit, Ästhetik und Biokompatibilität haben sich verändert und wir sehen diese Entwicklung durchwegs positiv. Die moderne Zahnmedizin hält hochwertige Alternativen bereit, die auf allen Ebenen überzeugen und Amalgam deutlich in den Schatten stellen. Gerne beraten wir Sie persönlich und unverbindlich in unserer Praxis in Hall in Tirol zum Thema Amalgamsanierung. Jetzt Termin vereinbaren.