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Zahnwissen

Zahnfleischrückgang + Entzündetes Zahnfleisch

Zahnfleischtransplantation Platzer + Schmit Zahnarzt Hall in Tirol

Behandlungsmethoden bei Zahnfleischerkrankungen

Zahnfleischrückgang kann viele Gründe haben, muss aber im Sinne der Zahngesundheit möglichst früh behandelt werden. Sichtbare Zahnhälse, Empfindlichkeit gegenüber heißen oder kalten Lebensmitteln sowie schmerzendes oder blutendes Zahnfleisch sind Alarmsignale, die ernst genommen werden müssen. In vielen Fällen lässt sich der Rückgang des Zahnfleisches aufhalten. Bei starkem Rückgang kann das Zahnfleisch mithilfe einer mikrochirurgischen Zahnfleischtransplantation wieder aufgebaut werden. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, was eine Zahnfleischtransplantation ist, wie sie abläuft und ob es Hausmittel gegen leichten Zahnfleischrückgang gibt.

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Wie sieht gesundes Zahnfleisch aus?

Die Färbung des Zahnfleisches kann Aufschluss darüber geben, ob es gesund ist oder eine krankhafte Veränderung vorliegt.

  • Hellrosa: Gesundes Zahnfleisch, straff und fest.
  • Dunkelrosa bis rötlich: Kann auf leichte Reizung oder beginnende Entzündung hinweisen.
  • Rot und geschwollen: Zeichen für eine Zahnfleischentzündung/Gingivitis.
  • Blauviolett oder dunkelrot: Hinweis auf eine starke Entzündung oder Durchblutungsstörung.
  • Blass oder weißlich: Kann auf mangelnde Durchblutung oder andere Erkrankungen hinweisen.

Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa, fest und neigt nicht zu Blutungen beim Zähneputzen. Veränderungen müssen beobachtet und zeitnah untersucht werden. Jetzt Kontrolltermin vereinbaren.

Warum zieht sich das Zahnfleisch zurück?

Zahnfleischrückbildung ist ein Problem, das viele Patient:innen erst bemerken, wenn die Zahnhälse sichtbar werden oder Beschwerden auftreten. Die Ursachen sind unterschiedlich, von parodontalen Erkrankungen über mechanische Reize bis hin zu genetischen Faktoren.

Ursachen für Zahnfleischrückgang

  • Zahnfleischentzündung: Entzündetes Zahnfleisch kann sich zurückziehen, wenn es über einen längeren Zeitraum nicht erfolgreich behandelt wird.
  • Parodontitis: Aus einer Zahnfleischentzündung kann sich eine chronische Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats entwickeln, die Parodontitis genannt wird. Sie führt unbehandelt zum Abbau von Bindegewebe, Zahnfleisch und Knochen.
  • Falsche Putztechnik: Zu kräftiges oder falsches Zähneputzen oder die Verwendung von zu harten Zahnbürsten kann zu mechanischen Reizungen und Zahnfleischrückgang führen.
  • Zahnfehlstellungen: Engstehende Zähne, Kippungen oder andere Unregelmäßigkeiten in der Zahnstellung können die Belastung auf das Zahnfleisch erhöhen. Es kommt vor, dass das Fehlen von Zahnfleisch erst nach der Zahnkorrektur sichtbar wird, wenn das Platzangebot gegeben wäre. Ist das Zahnfleisch ansonsten gesund, können Lücken mit Veneers kaschiert werden.
  • Zahnersatz oder kieferorthopädische Behandlung: Herausnehmbare Prothesen oder bestimmte Zahnspangen können Druck auf das Weichgewebe ausüben.
  • Genetische Veranlagung: Bei manchen Menschen ist das Zahnfleisch dünner oder empfindlicher, das kann das Risiko für Zahnfleischerkrankungen und Zahnfleischrückgang erhöhen.
  • Zähneknirschen (Bruxismus): Anhaltender, starker Druck auf die Zähne kann auch das Zahnfleisch belasten. Eine Knirschschiene, die nachts getragen wird, schützt Zähne und Zahnfleisch vor schädlichen Belastungen.
  • Ungünstige Lippen- oder Wangenbänder: Ein zu straff ansetzendes Lippen- oder Wangenbändchen kann mechanischen Zug auf das Zahnfleisch ausüben.
  • Rauchen: Tabakkonsum in Form von Zigaretten, Zigarren, Schnupftabak oder auch Snus beeinträchtigt die Durchblutung des Zahnfleisches und schwächt die natürlichen Abwehrmechanismen. Wundes Zahnfleisch heilt zudem schlechter ab und kann sich leichter entzünden. Snus (Kautabak) erfreut sich besonders bei jungen Menschen immer größerer Beliebtheit, birgt aber erhebliche Gefahren für Zähne und Zahnfleisch.
  • Hormonelle Veränderungen: Manche Frauen neigen in der Schwangerschaft oder während der Wechseljahre zu Empfindlichkeiten des Zahnfleisches. In Phasen der hormonellen Veränderung empfiehlt es sich, der Zahngesundheit besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Was hilft bei entzündetem Zahnfleisch?

Rötungen, Schwellungen und Blutungen sind Warnsignale, die auf eine Zahnfleischentzündung hindeuten. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um schwerwiegendere Folgen zu verhindern und die Schmerzen schnell einzudämmen. Damit sich die Entzündung nicht ausbreitet oder chronisch wird, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden: 

Zahnärztliche Kontrolle

Wenn Zahnfleischbluten länger anhält oder mehrfach aufgetreten ist, sollte der Gang zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin in Erwägung gezogen werden. Bestehen Schmerzen oder hat sich das Zahnfleisch bereits zurückgezogen, ist eine genaue Diagnose zwingend notwendig, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern. In manchen Fällen steckt eine Parodontitis hinter den Beschwerden, diese muss gezielt behandelt werden – es droht Zahnverlust

Professionelle Zahnreinigung

Im Rahmen der Erstkontrolle erfolgt bei uns in der Praxis in Hall in Tirol immer eine professionelle Mundhygiene, denn Ablagerungen auf den Zähnen fördern Entzündungen. Hartnäckiger Zahnstein an den von Zahnfleisch verdeckten Zahnhälsen muss professionell entfernt werden, da sonst Zahnfleischtaschen entstehen können. Eine PZR in unserer Zahnarztpraxis hilft, die Entzündung nachhaltig zu bekämpfen und das Zahnfleisch zu stabilisieren.

Was kann ich gegen eine Zahnfleischentzündung tun?

Neben der professionellen Behandlung in unserer Praxis in Hall in Tirol gibt es auch Maßnahmen, die Patient:innen eigenständig treffen können:

Gründliche, aber sanfte Mundhygiene

Das Entstehen von bakteriellen Zahnbelägen ist ganz normal, allerdings müssen diese Beläge immer konsequent entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, das Zahnfleisch mechanisch nicht zu reizen. Das bedeutet:

  • Zwei- bis dreimal täglich Zähneputzen mit einer weichen Zahnbürste
  • Fluoridhaltige, antibakterielle Zahnpasta verwenden
  • Täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten benutzen
  • Verzicht auf häufige Zuckeraufnahme (Softdrinks, Süßigkeiten)

Antibakterielle Mundspülung

In akuten Fällen kann eine medizinische Mundspülung mit Chlorhexidin oder ätherischen Ölen sinnvoll sein. Sie unterstützt die Reduktion der Bakterien und lindert die Entzündung, darf aber nur zeitlich begrenzt und in Absprache mit einem Zahnarzt oder einer Zahnärztin angewendet werden.

Gesunde Ernährung und Nikotinverzicht

Zuckerarme, vitaminreiche Ernährung unterstützt das Immunsystem und die Wundheilung. Der Verzicht auf Zucker verringert zudem die Entstehung von Karies und verbessert dadurch die Zahngesundheit. Besonders wichtig in der Bekämpfung von Zahnfleischerkrankungen ist der Verzicht auf Nikotin. Tabakwaren stören die Durchblutung und verhindern eine schnelle und gute Regeneration des Zahnfleisches.

Entzündetes Zahnfleisch sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, unbehandelt kann es langfristig zu ernsthaften Folgen führen. Gerne beraten wir Sie unverbindlich in unserer Praxis in Hall in Tirol. Jetzt Termin vereinbaren.

Hausmittel bei entzündetem Zahnfleisch

Salbeitee, Kamillentee, Kokosöl (Ölziehen), Aloe Vera Gel und Grüner Tee können bei leicht entzündetem Zahnfleisch für Linderung sorgen. Diese Hausmittel bekämpfen die Ursache jedoch nicht und können sich auch negativ auswirken. Es ist wichtig, dass Sie zahnärztlich abklären lassen, ob diese Hausmittel in Ihrem Fall eine sinnvolle Ergänzung der Behandlung darstellen.

Welche Folgen hat entzündetes Zahnfleisch?

Entzündetes Zahnfleisch stellt ein Risiko für die Zahngesundheit dar, zudem kann auch die allgemeine Gesundheit

darunter leiden. Eine professionelle Therapie in einer Zahnarztpraxis ist die wirksamste Maßnahme und verhindert schwerwiegende Folgen wie:

  • Parodontitis: Aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung (Gingivitis) kann sich eine Parodontitis entwickeln. Eine chronische Entzündung, bei der sowohl das Zahnfleisch als auch der Kieferknochen geschädigt wird. Durch den Abbau von Weichteil- und Knochengewebe können sich Zähne lockern und sogar ausfallen.
  • Rückgang des Zahnfleischs: Anhaltende Entzündungen können zu Zahnfleischrückgang führen, der die Zahnhälse freilegt. Dadurch werden die Zähne empfindlicher, es erhöht sich das Kariesrisiko an den Zahnhälsen und zudem leiden viele Patient:innen an den negativen ästhetischen Folgen.
  • Schlechter Atem und Geschmack: Chronische Entzündungen gehen oft mit Mundgeruch (Halitosis) und einem unangenehmen Geschmack im Mund einher. Das liegt an den Stoffwechselprodukten der Bakterien in entzündetem Gewebe.
  • Belastung für den gesamten Körper: Zahnfleischentzündungen belasten den gesamten Körper, schädigen die Allgemeingesundheit und mindern die Leistungsfähigkeit. Es können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus sowie Frühgeburten und Schwangerschaftskomplikationen auftreten.

Chronische Entzündungen im Mundraum können also systemische Auswirkungen haben. Besonders bei Patient:innen mit bestehenden Erkrankungen kann eine langanhaltende Entzündung eine Verschlechterung des Krankheitsbildes hervorrufen. Eine frühzeitige Behandlung von Zahnfleischentzündungen

schützt Zähne, Zahnfleisch und die allgemeine Gesundheit. Schon kleine Veränderungen der Mundschleimhaut sollten ernst genommen werden. Gerne beraten wir Sie bei Unsicherheit persönlich in unserer Praxis. Jetzt Kontrolltermin vereinbaren.

Wie kann man Zahnfleischrückgang stoppen?

Zahnfleischrückgang kann meistens gestoppt oder verzögert werden, allerdings hängt die Heilungsprognose stark von der Ursache und der gewählten Behandlung ab.

Maßnahmen gegen Zahnfleischrückgang

  • Vorhandene Entzündungen müssen erfolgreich behandelt werden
  • Optimierung der Mundhygiene mit weicher Zahnbürste und schonender Putztechnik
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen
  • Korrigieren von Fehlbelastungen durch Knirschschiene oder andere indizierte kieferorthopädische Maßnahmen
  • Reizfaktoren wie Rauchen reduzieren

Wenn der Rückgang bereits sichtbar ist, ist die zahnärztliche Behandlung unbedingt nötig. Hausmittel reichen in der Regel nicht aus, den Zahnfleischrückgang zu stoppen, da sie die Ursache nicht effektiv genug bekämpfen können. Es ist wichtig schnell zu handeln, damit so viel Zahnfleisch wie möglich erhalten werden kann.

Kann sich Zahnfleisch neu bilden?

Zahnfleisch kann sich nicht neu bilden, wenn es erst einmal zurückgegangen ist. Das ist ein Grund, warum man sich schnellstmöglich in ärztliche Behandlung begeben sollte, wenn man Veränderungen feststellt. Wenn der Zahnfleischrückgang fortgeschritten ist, gibt es die Möglichkeit der Zahnfleischtransplantation. Bei einer Zahnfleischtransplantation wird das Gewebe gezielt wieder aufgebaut und so die Ästhetik eines natürlichen Lächelns wiederhergestellt. Jetzt unverbindlich beraten lassen

Warum ist eine Zahnfleischtransplantation sinnvoll?

Die Transplantation von Zahnfleisch ist eine bewährte, minimalinvasive Methode, um das Weichgewebe wieder aufzubauen. Es gibt verschiedene Gründe, warum das Transplantieren von Zahnfleisch eine zahnmedizinisch besonders wertvolle Behandlung ist.

Gründe für eine Zahnfleischtransplantation

  • Schmerzlinderung: Empfindlichkeit auf Kälte, Wärme oder Berührung wird gemindert, da die Zahnhälse durch das transplantierte Zahnfleischgewebe wieder geschützt werden.
  • Rot-Weiß-Ästhetik: Die Rot-Weiß-Ästhetik bezeichnet das harmonische Zusammenspiel von gesundem Zahnfleisch (rot) und natürlichen Zähnen (weiß) für ein stimmiges Gesamtbild. Die Zahnfleischtransplantation kann dieses ausgewogene Zusammenspiel wiederherstellen.
  • Prävention vor Zahnverlust: Fehlendes Zahnfleisch kann dazu führen, dass ein Stabilitätsverlust des Zahnhalteapparates eintritt. Zähne können sich dadurch lockern und im ungünstigsten Verlauf auch ausfallen.
  • Wiederherstellung nach Krankheiten: Gewebeverlust nach parodontalen Erkrankungen wie Parodontitis kann durch eine Zahnfleischtransplantation ausgeglichen werden.
  • Langzeitprognose: Gesundes Zahnfleisch ist auch wichtig für die Gesundheit der Zähne. Zahnfleisch zu implantieren hat deshalb auf längere Sicht erhebliche Vorteile für die allgemeine Zahngesundheit.

Sie möchten sich persönlich bei uns in der Praxis in Hall in Tirol beraten lassen? Jetzt Termin vereinbaren und unverbindlich beraten lassen.

Wie funktioniert eine Zahnfleischtransplantation?

Bei der mikrochirurgischen Zahnfleischtransplantation wird körpereigenes Weichgewebe entnommen und an die betroffene Stelle transplantiert. Meist wird das benötigte Gewebe aus dem Gaumen extrahiert. Ziel ist es, den Zahnfleischverlauf zu harmonisieren und das Gewebe zu stabilisieren. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv, unter lokaler Betäubung. Wir bieten die Behandlung zudem unter Vollnarkose an, wenn Patient:innen starke Angst vor dem Eingriff haben. Die Betreuung von Angstpatient:innen liegt uns in unserer Praxis in Hall in Tirol besonders am Herzen.

Zahnfleischtransplantationen verheilen bei entsprechender Pflege sehr gut. In den ersten Tagen dürfen die transplantierten Regionen nicht mechanisch gereizt werden, somit ist eine gewisse Vorsicht angemessen. Eine engmaschige Nachsorge in der Praxis stellt sicher, dass das transplantierte Gewebe gut einheilt und langfristig stabil bleibt.

Fazit: Zahnfleischtransplantation bei Platzer + Schmit

Zahnfleischrückgang ist ein ernstzunehmendes Problem für die Gesundheit der Zähne und mindert die Ästhetik zudem erheblich. In unserer Praxis in Hall in Tirol legen wir großen Wert auf genaue Diagnostik und individuelle Behandlungskonzepte. Je nach Ursache kommen unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz – von professioneller Reinigung und optimierter Mundhygiene bis hin zur mikrochirurgischen Zahnfleischtransplantation. Wir nehmen uns Zeit für die persönliche Beratung und begleiten Sie fachkundig auf dem Weg zur idealen Mundgesundheit. Jetzt Termin ausmachen.

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