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Zahnwissen

Zahnimplantate + Zahnästhetik

Zahnimplantate perfekt einsetzen - Platzer + Schmit Hall in Tirol

Zahnimplantat: Definition + Erfolgsprognose

Mit Implantaten lassen sich fehlende Zähne ersetzen. Zahnimplantate kann man als „künstliche Zahnwurzeln“ bezeichnen, sie stellen somit das Fundament für den Aufbau eines Zahnes dar. Das Implantat wird vollständig in den Kieferknochen eingelassen und fungiert als Anker für Kronen, Brücken oder Befestigungselemente für Zahnprothesen. Die Erfolgsprognose von Implantaten liegt bei deutlich über 90%, was die Zahnimplantation bei entsprechender Voruntersuchung zu einer sehr empfehlenswerten Behandlungsart macht.

Wie ist der Ablauf bei der Implantation?

Vor Behandlungsbeginn steht die Anamnese, also das persönliche Vorgespräch mit Ihnen. Danach folgt die Voruntersuchung, die zeigt, in welchem gesundheitlichen Zustand ihre Zähne sind. Zu diesem Zweck fertigen wir Röntgenbilder an, die uns bei der Beurteilung der Zahnsubstanz helfen, sodass wir bei Behandlungsbeginn alle Faktoren kennen, die für eine erfolgreiche Behandlung notwendig sind. Selbstverständlich ist das fortlaufende Gespräch mit Ihnen nicht nur vor, sondern auch während der gesamten Behandlungszeit ein wichtiger Teil des Erfolgs. Denn so können wir sicherstellen, dass wir Ihren Wünschen gerecht werden und für Sie die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.

Zu den essenziellen Vorbedingungen gehört vor allem das Vorhandensein von genügend Knochenmaterial, sodass das Implantat fest verankert werden kann - auch die Gesundheit der angrenzenden Zähne ist wichtig. Wenn das Knochenangebot nicht ausreicht, um ein Implantat zu setzten, kann in den meisten Fällen mit verschiedenen Knochenaufbauverfahren (Augmentationstechniken) ausreichend viel Kieferknochen aufgebaut werden. Wenn alle Indikatoren für eine Zahnimplantation sprechen, kann mit der Behandlung begonnen werden. Im ersten Schritt wird das Implantat in den Kieferknochen eingebracht, wo es rund drei Monate belastungsfrei verbleiben muss. In diesen drei Monaten findet die Einheilphase statt, in der das Implantat stabil mit dem Knochen verwächst. Nachdem das Implantat stabil eingeheilt ist, kann es mit einer Zahnkrone versorgt werden, die dann wie ein normaler Zahn belastet werden kann. 

Welche Arten von Zahnimplantaten gibt es?

Grundsätzlich lassen sich Zahnimplantate in Titan- und Keramikimplantate unterscheiden. Aufgrund diverser, werkstoffspezifischer Vorteile bevorzugen wir in unserer Praxis die Behandlung mit Titanimplantaten. Keramik ist als Werkstoff spröde und kann bei Belastung leichter brechen, Titan hingegen ist zäh, somit besteht diese Gefahr nicht. Keramikimplantate haben in den letzten Jahren trotzdem an Popularität gewonnen, da sie unter Umständen optische Vorteile bieten. Wenn Sie ein Keramikimplantat einem Titanimplantat vorziehen, kommen wir diesem Wunsch selbstverständlich nach. Kontaktieren Sie uns gerne für ein umfassendes Beratungsgespräch

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Dauer der Implantatversorgung richtet sich danach, ob der zu ersetzende Zahn noch extrahiert werden muss oder die Lücke bereits besteht und abgeheilt ist.

Implantation bei abgeheilter Zahnlücke

Sind alle Vorbedingungen erfüllt, kann bei einer abgeheilten Zahnlücke direkt mit der Implantation begonnen werden. Die Nahtentfernung findet in der Regel 10-14 Tage nach dem Eingriff statt. Nach der Implantation wartet man in der Regel drei Monate, bis das Implantat stabil mit dem Knochen verwachsen ist (Einheilphase). Erst dann kann das Implantat mit einer Krone versorgt und somit belastet werden.

Gesamte Behandlungsdauer: Drei Monate.

Sofortimplantation + Sofortversorgung

Steht die Zahnextraktion erst noch bevor, gibt es zwei unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Die erste Option ist die Sofortimplantation inklusive Sofortversorgung, die zweite Variante ist die verzögerte Implantation.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, Zahnextraktion, Implantation und Anfertigung eines temporären Zahnersatzes in einer Sitzung durchzuführen. Diese provisorische Krone sollte, während der Einheilphase nicht belastet werden. Die endgültige Versorgung des Implantats mit einer dauerhaften Krone erfolgt nach drei bis sechs Monaten. Die Sofortimplantation zeichnet sich durch einige signifikante Vorteile aus, dazu zählen eine kurze Behandlungsdauer, wenige Sitzungen und natürlich das sofortige ästhetische Ergebnis. Speziell im Frontzahnbereich ist der ästhetische Faktor von Bedeutung, da das Fehlen eines Zahnes hier eine besondere Belastung für Patient:innen darstellen kann.

Wichtig ist jedoch, dass die Voraussetzungen gegeben sind, eine Sofortimplantation eignet sich nicht immer. Zu wenig Knochenmaterial, bestehende Entzündungen oder andere ungünstige Faktoren können diese Behandlungsart unmöglich machen. In diesem Fall ist die verzögerte Implantation vorzuziehen.

Gesamte Behandlungsdauer: Drei bis sechs Monate.

Verzögerte Implantation

Sind die Voraussetzungen für ein Sofortimplantat ungünstig oder gar nicht gegeben, lässt man das Gewebe und den Knochen nach der Zahnextraktion zwei bis sechs Monate abheilen. Erst wenn diese Abheilphase abgeschlossen ist, wird das Implantat eingesetzt. Im Anschluss an die Implantation folgt die Einheilphase, welche drei Monate dauert. In dieser Zeit verwächst das Implantat stabil mit dem Kieferknochen und kann im Anschluss mit einer belastbaren Krone versorgt werden.

Gesamte Behandlungsdauer: Fünf bis neun Monate

Worauf muss ich nach der Implantation achten?

Bei einer Implantation handelt es sich um einen operativen Eingriff, der eine besondere Vorsicht bei der Nachbehandlung bedarf. Nach dem Einsetzen des Implantats sollte am ersten Tag nichts Heißes gegessen oder getrunken werden. Aber auch in den folgenden zwei bis drei Tagen gilt es auf einige Dinge zu achten. Körperliche Anstrengung sollte vermieden werden, generell ist es ratsam sich zu schonen. Des Weiteren kann Schwellungen vorgebeugt werden, durch äußerliches Kühlen des Operationsgebiets. Manuelle Manipulationen an der Wunde schaden dem Heilungsprozess, deshalb sollte der Operationsbereich beim Zähneputzen nicht berührt werden. Bis zur Nahtentfernung muss auf Tabak und Alkohol verzichtet werden, da diese Substanzen Nachblutungen und Wundinfektionen begünstigen können.

Empfehlenswert ist die Verwendung von Mundspüllösung nach dem Zähneputzen. Die Mundspülung hilft besonders in der ersten Woche nach der Implantation dabei die Wundheilung zu fördern. Wir empfehlen unseren Patient:innen zweimal täglich für jeweils 60 Sekunden mit Paroex oder Chlorhexamed zu spülen.

  • Keine heißen Getränke + Speisen
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung
  • Äußerliche Schwellungen Kühlen
  • Operationsgebiet nicht berühren
  • Kein Tabak + Alkohol
  • Mundspülungen mit Paroex oder Chlorhexamed

Welche Symptome können nach der Implantation auftreten?

Da es sich bei einer Implantation um eine Operation am Knochen handelt, können in den ersten Tagen leichte Beschwerden auftreten. Dazu zählen:

  • Leichte Schwellung
  • Äußerlicher Bluterguss
  • Leichte Schmerzen
  • Geringfügiges Nachbluten

Komplikationen nach der Implantation sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Wenn Sie Symptome wie eine anhaltende Blutung, Fieber, massive Schwellungen oder Schluckbeschwerden bemerken, bitten wir Sie darum, sich umgehend bei unserer Praxis zu melden.

Wie lange hält ein Implantat?

Bei richtiger Pflege können Implantate ein Leben lang halten! Ergänzend tragen regelmäßige Kontrollen dazu bei, entzündliche Veränderungen am Implantat rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Gewisse Risikofaktoren sollten jedoch unbedingt berücksichtigt oder nach Möglichkeit vermieden werden:

  • Tabak (Rauchen, Kautabak, Snus, Schnupftabak)
  • Parodontitis
  • Mangelhafte Mundhygiene
  • Medikamente (Bisphosphonate, Cortison u.a.)
  • Erkrankungen (Diabetes u.a.)

Gerne besprechen wir mit Ihnen, welche Risikofaktor bei Ihnen bestehen und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die Prognose Ihres Zahnimplantates zu maximieren. Des weiteren  verwenden wir bei uns in der Praxis spezielle Bohrschablonen, um die Langzeitprognose der Implantate zu verbessern. Diese dienen als Hilfsmittel für das sichere und präzise Setzen der Implantate. Eine präzise gewählte Implantatposition verbessert die Haltbarkeit von Implantaten und verringert das Risiko benachbarte Strukturen während des Eingriffes zu verletzen.

Wie pflegt man ein Zahnimplantat richtig?

Grundsätzlich sollte ein Implantat wie ein natürlicher Zahn gepflegt werden. Das bedeutet, zweimal täglich Zähneputzen - idealerweise mit einer elektrischen Zahnbürste! Die Reinigung der Zahnzwischenräume kann mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen vorgenommen werden. Je nach Vorliebe können Sie zusätzlich eine Mundspüllösung verwenden.

Bei der Zahnzwischenraumreinigung gibt es beim Implantat geringfügige Unterschiede im Vergleich zu einem natürlichen Zahn. Da die an das Zahnimplantat angrenzenden Zahnzwischenräume meist etwas größer sind als die bei natürlichen Zähnen, eignen sich Zahnzwischenraumbürstchen in der Regel besser als Zahnseide.

Die Bürstchen nehmen mehr Platz ein und reinigen somit besser, zudem ist die da diese Handhabung etwas einfacher als die von Zahnseide. Zahnzwischenraumbürstchen gibt es in verschiedenen Größen, passend zum Zahnzwischenraum kann die perfekte Bürste gewählt werden. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl der idealen Zahnzwischenraumbürste, damit Sie Ihre Implantate perfekt reinigen können.

Neben den Bürstchen kann auch der Einsatz von Spezialzahnseiden z.B. „Superfloss“ empfehlenswert sein. Die speziellen Zahnseiden verfügen über einen flauschigen Mittelteil der effektiv reinigt, die steifen Enden helfen Ihnen dabei die Zahnseide in den Zahnzwischenraum einzuführen.

Welche Folgen hat mangelhafte Implantatpflege?

Werden Implantate nicht regelmäßig oder unzureichend gereinigt, können wie auch beim natürlichen Zahn Entzündungen entstehen. Bei natürlichen Zähnen spricht man von „Gingivitis“ (Zahnfleischentzündung) oder von „Parodontitis“. Am Implantat nennt man den entzündlichen Vorgang „Periimplantitis“. Dieser Begriff setzt sich aus „peri“ (rund ums), „implant“ (Implantat) und „itis“ (Entzündung) zusammen und beschreibt, das Geschehen damit präzise.

Da der Körper beziehungsweise der menschliche Organismus das Implantat als Fremdkörper erkennt, können Bakterien weniger effektiv bekämpft werden, als es bei einem natürlichen Zahn der Fall wäre. Durch diese Gegebenheit kommt der Implantatpflege eine besondere Bedeutung zu. Denn wenn das das Implantat erst einmal infiziert ist, wird es für das Immunsystem sehr schwierig, die bakteriellen Eindringlinge wieder loszuwerden.

Durch die richtigen Mundhygienemaßnahmen können Patient:innen aktiv dazu beitragen, Infektionen am Implantat zu vermeiden. Zudem ist eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung von großer Bedeutung für die Pflege des Implantates sowie der angrenzenden natürlichen Zähne. Wir beraten Sie in unserer Praxis gerne und helfen Ihnen dabei, die für Sie richtigen Hilfsmittel bei der Zahnreinigung zu finden.

Welche Alternativen zur Zahnimplantation gibt es?

Die Zahnimplantation ist nicht alternativlos. Wenn es persönliche oder medizinische Gründe gibt, die eine Implantation verhindern, kann auf folgende Lösungen zurückgegriffen werden.

Herausnehmbarer Zahnersatz

In manchen Fällen kann dies eine sinnvolle Option darstellen. Vor allem wenn mehrere Zähne fehlen oder wenn sehr wenig Restknochen am Kiefer eine Implantation erschwert. Allerdings ist ein herausnehmbarer Zahnersatz für viele keine angenehme Lösung, da das Gefühl von dem natürlicher Zähne durchaus abweicht.

Brücke (Festsitzender Zahnersatz)

Eine Brücke besteht aus mindestens drei künstlichen Zahnkronen. Die in der Mitte liegende Krone ersetzt den fehlenden Zahn und schließt die Lücke zwischen den benachbarten Zähnen. Auf diesen beiden Zähnen werden die übrigen zwei Kronen dauerhaft befestigt, sie tragen somit die Krone, die den fehlenden Zahn ersetzt.

Der Nachteil dieser Behandlungsvariante ist, dass die zwei Zähne, die die Brücke tragen, beschliffen werden müssen. Durch das Abschleifen geht Zahnsubstanz verloren, was sich negativ auswirken kann. In gewissen Fällen kann das Überkronen der „Pfeilerzähne“ aber auch positive Effekte haben, das gilt dann, wenn diese Zähne bereits vorgeschädigt sind. Man muss jedoch beachten, dass der Zahn auch nicht zu stark geschädigt sein darf, da sonst die Erfolgsprognose der gesamten Brücke in Frage gestellt wird. Grundsätzlich gibt, je unversehrter ein Zahn ist, desto eher sollte man von einer Überkronung absehen.

Ist nun ein Implantat oder eine Brücke besser?

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass ausreichend Knochenangebot und gesunde Nachbarzähne eindeutig für Implantate sprechen. Bei vorgeschädigten Nachbarzähnen, wenig Knochenangebot oder allgemeinmedizinischen Einschränkungen, sollte eine Brücke zumindest in Betracht gezogen werden. Gerne besprechen wir mit Ihnen, was in Ihrem Fall die beste Lösung ist.

Gänzlicher Verzicht auf Zahnersatz

Nicht jeder fehlende Zahn muss zwingend ersetzt werden, wenn es dem Patientenwunsch entspricht die Lücke in Kauf zu nehmen. Anzumerken ist jedoch, dass es aus medizinischer Sicht in den meisten Fällen sinnvoll ist, den Zahn zu ersetzten. Das begründet sich wie folgt, geht ein Zahn verloren, kann dies negative Auswirkungen auf die Restbezahnung nach sich ziehen. Fehlt ein Zahn, kann sich die Stellung der umliegenden Zähne verändern, diese Änderung kann sich mitunter nachteilig auf die Kiefergelenke auswirken. Zudem kann die Kauleistung eingeschränkt werden und auch die Ästhetik wird gegebenenfalls gemindert.

Fazit: Zahnimplantat oder alternativer Zahnersatz?

Zahnimplantate sind der eleganteste Weg eine Zahnlücke zu schließen, sie überzeugen mit einer Erfolgsquote von über 90% und einer besonders guten Haltbarkeit. In unserer Zahnarztpraxis legen wir besonderen Wert auf die Kombination von modernster medizinischer Versorgung und erstklassiger Zahnästhetik, somit ist der Einsatz von Implantaten eine unserer absoluten Kernkompetenz. Sie suchen einen Spezialisten für Implantologie? Wir freuen uns auf Ihren Anruf und das persönliche Beratungsgespräch mit Ihnen!

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